Polen Rundfahrt der U19m

Es berichtet Axel Borgwald

03.06.2019 | Donnerstag: Wir trafen uns alle um 8 Uhr an der Sportschule. Mein Team bestand aus Yannik Andrä, Eric Rauch, Leo Zierenner und Paul Jägeler. Uns stand eine 7 stündige Autofahrt bevor. In der Unterkunft angekommen, bekamen wir dann noch Essen. Um 19 Uhr fuhren wir gemeinsam zum Prolog- Strecke, um diese zu besichtigen. Weiter stand abends nichts mehr auf dem Programm, so dass wir die Beine für´s Wochenende noch ein wenig hochlegen konnten. Freitag: Es war ein sehr entspannter Morgen für uns und wir nahmen uns daher die Zeit die Runde für Samstag abzufahren. Um 14 Uhr war dann der allgemeine Start der U-19. Der Prolog, 2,8 Km lang, war hauptsächlich ansteigend. Ich konnte mir dort den 14. Platz sichern, Eric erreichte sogar den 8. Platz. Unser restlicher Tag spielte sich dann nur noch in der Unterkunft ab. Samstag: Am Vormittag stand für das Zeitfahren von 8,6 Km an. Es war ein sehr welliges Zeitfahren und forderte alles von uns ab. Ich konnte mich hier erstaunlicher Weise auf den 6 Platz kämpfen. In der Gesamtwertung bedeute das für mich 16 Sekunden auf den Führenden. Am Nachmittag stand dann ein Rundstreckenrennen von 86 Km auf dem Plan. Zunächst gingen wir ohne Taktik in das Rennen. In der letzten Runde auf dem 28,8 Km Kurs sprachen wir uns gegenseitig ab. Es sollte für mich gefahren werden. Mir war klar, dass diese letzte Runde nochmal hart für mich wird. 3 Berge machten mir das Leben von Runde zu Runde schwerer aber ich wusste, wenn ich da drüber kam, ist ein Sieg für mein Team drin. 8 Km vor dem Ziel reihten wir uns zu viert vorn ein aber meinen Teamkollege Eric Rauch viel die Kette runter. Somit konnte er keine Arbeit mehr verrichten. Es lag jetzt also nur noch an Leo und Yannik den Sprint vorzubereiten. Leo führte 4 Km und Yannik übernahm danach. Als es in die Zielkurve ging befand ich mich auf Position 8, ging aber zu schnell in den Wind und es reichte schlussendlich nur für den 10 Platz. Ich ärgerte mich sehr über dieses Ergebnis und sagte zu meinem Team „morgen gewinnen wir“. Danach fuhren wir uns aus und entspannten den restlichen Abend. Sonntag: Unsere letzte Etappe startete um 12:30 und uns standen 104 Km bevor. Dieses Mal stand unsere Taktik fest ich sollte mich möglichst viel schonen. In der zweiten Runde attackierte der führende im gelben Trikot und bildete eine Spitzengruppe mit zwei weiteren Fahrern. Dieses Loch wurde aber eine halbe Runde später, dank meines Teams wieder zugefahren. In der letzten Runde gab es dann vermehrt Stürze, darunter auch 10 Kilometer vor dem Ziel mein Teamkollege Paul Jägeler. 5 Kilometer vor Ziel setzten wir uns an die Spitze des Feldes und bestimmten das Tempo. Einen weiteren Verlust mussten wir miterleben als Eric Rauch 2,5 Km vor dem Ziel stürzte, als ein anderer Fahrer eine Attacke setzte. Yannik und ich fuhren diesem Fahrer hinterher und ich musste die restlichen Meter zufahren und war nun auf mich allein gestellt. Das Feld holte uns einen Kilometer vor dem Ziel wieder ein aber ich hielt mich weiterhin vorne auf. 400 Meter vor dem Ziel kam dann die letzte Kurve und ich befand mich dieses Mal auf Position vier. Der Antritt fand 250 Meter vor dem Ziel statt. Ich konnte meine Konkurrenten überholen und wusste, dass ist mein Sprint und gewann diesen auch mit zwei radlängen Vorsprung. Mein Team hat an diesem Tag wirklich alles gegeben und ich konnte meinem Team den Sieg schenken. In der Gesamtwertung konnte ich mich dann auf den siebten Platz Vorfahren und wurde in der Sprintwertung gesamt Zweiter. Um 18 Uhr konnten wir uns dann endlich auf den Heimweg machen und zurück nach Erfurt fahren. Es war für mich ein Wochenende mit Auf und Ab’s, aber das ist Radsport. Ein Bericht von Axel Borgwald