Juniorenweltmeisterchaft Bahn 2019 in Frankfurt/O

Zwei Turbinesportler standen im Mittelpunkt der JWM - Tim Zühlke als Trainer und Julien Jäger als Sportler

18.08.2019 | Es war beeindruckend, wie die die deutschen Verfolgerjunioren die bestehenden Weltrekorde pulverisierten: Weltrekord in der Einer- und der Mannschaftsverfolgung. Hinter der Teamleitung steht der neue BDR Trainer Tim Zühlke aus Erfurt, der erfolgreich den Schritt vom Kurzzeit- zum Ausdauerbereich schaffte. Oder hat er die Verfolgerdisziplinen zu Kurzzeitwettkämpfen gemacht? Egal : In jedem Falle extrem erfolgreich.

Im Mittelpunkt der Kurzzeitwettbewerbe stand Julien Jäger. Der Europameister vom RSC Turbine Erfurt war wohl der meist eingesetzte Sportler der gesamten Weltmeisterschaft. 21mal stieg er auf das Rad um in vier Disziplinen Podiumsplätze, sprich Medaillen, zu erkämpfen. Leider blieb ihm die erhoffte Medaille versagt. Sehr knapp zur Bronzemedaille ging es im Teamsprint und im klassischen Sprint zu: 2 x Platz 4. Im Keirin hoch gehandelt fuhr Julien im Finale auf Platz 6. Im Wettkampf über 1000m fuhr er die zweitschnellste Kilometerzeit der Konkurrenz. Im Finale waren andere schneller als er : Wiederum Platz 6.

Wenn die Analysen der Wettkämpfe vielleicht diese oder jene Reserve noch aufdecken, so sei auf alle Fälle bedacht : Julien Jäger hat viermal bewiesen, dass er zu den Topfahrern der Welt in seinem Jahrgang gehört. Und in diesem Leistungsbereich machen Kleinigkeiten eben den Unterschied. Da entscheidet vielleicht eine zu kurze Erholungszeit zwischen zwei Läufen oder ein Schwamm , der im Weg liegt, für Medaille oder nicht Medaille. Bei der hochkarätigen Tradition Thüringens im Kurzzeitbereich sind zwei Thüringer Landesrekorde durchaus ein Qualitätsmerkmal ( 200m flg. : 10,202s ; 1000m : 1:01,51min.  Aber was noch wichtiger sein sollte : Jetzt steht der Sprung in die Männerklasse bevor. Eigentlich fängt jetzt alles erst an …….